01.10.2018 - 07.10.2018 Heißausbildung in Purgstall

Von 01. bis 07. Oktober 2018 war die Feuerwehr Purgstall das Zentrum für die erweiterte Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern (ATS). Rund 350 Feuerwehrmitglieder nahmen an dieser überaus wichtigen und nicht alltäglichen Weiterbildung statt.

 

Nach der Anmeldung und Überprüfung der Vorraussetzungen startete die Ausbildung mit einem theoretischen Teil, wo der Ablauf erklärt und die Sicherheitsbelehrung durchgeführt wurde. Der erste Teil der praktischen Ausbildung diente der Auffrischung bereits erlernter Kenntnisse wie zum Beispiel der Handhabung eines Hohlstrahlrohres für die Brandbekämpfung, Schlauchmanagement und das Vorgehen in einen Brandraum (Türöffnung)

Danach ging es an den intensiveren und körperlich forderndenden Teil der Ausbildung. Die Teilnehmer wurden in 3er-Trupps eingeteilt und legten ihre Branddienstbekleidung, das Atemschutzgerät und die Maske an. Gut geschützt konnte es nun in den Brandcontainer gehen.

Der auf einem LKW-Auflieger aufgebaute, gasbefeuerte Brandcontainer verfügt in seinem Inneren über mehrere Brandstellen, welche unterschiedlich gesteuert werden können. Verschiedene Einsatzszenarien können hier unter realitätsnahen Bedingungen nachgestellt werden.

Die Teilnehmer gingen im ersten Schritt in den Container zur Wärmegewöhnung. Das Ziel hier war das Kennenlernen der Sicherheitseinrichtungen des Containers, die Hitze im Container und gleichzeitig der Schutz des Körpers durch die Einsatzbekleidung.

Nach dieser ersten Eingewöhnung wurde es ernst für die Teilnehmer. Über das Dach stiegen sie in den Container ein und mussten über einen Treppenabgang den ersten Brandraum erreichen. In diesem Bereich brannten zwei Gasflaschen. Mit Hilfe des Strahlrohres wurden die Flammen von den Flaschen abgelenkt und die Ventile konnten verschlossen werden.

Nach Abschluss dieser Aufgabe ging es durch eine Brandraumtüre in den Wohnbereich. Brennende Einrichtungsgegenstände mussten von den Einsatzkräften gelöscht werden. Neben der Brandbekämpfung mussten die Mitglieder auch ständig auf ihren eigenen Schutz acht nehmen. Ein Übergreifen des Brandes auf den kompletten Wohnraum wurde hier ebenso simuliert, wie der anschließende Rückzug in einen gesicherten Bereich.

Diese körperlich und auch geistig ansprechende Übung verlangte von den beteiligten Mitgliedern einiges ab. Temperaturen von rund 180 Grad, heißer Dampf, eingeschränkte Sichtverhältnisse und beengte Platzverhältnisse - mit diesen Herausforderungen hatten die Feuerwehrmitglieder gleichzeitig zu kämpfen.

Nach rund 15 Minuten war die Ausbildung im Container beendet. Die Herstellung der Einsatzbereitschaft und eine anschließende Nachbesprechung mit dem Ausbildner bildeten den Abschluss dieser Ausbildung.

Bis zu 8 Fachausbildner und zwei Feuerwehrsanitäter gleichzeitig waren eine Woche lang jeden Tag im vollsten Einsatz um den Feuerwehrmitgliedern der Bezirke Scheibbs, Melk und Amstetten eine aufregende und vor allem lehrreiche Zeit zu bieten. Das Team der Feuerwehr Purgstall sorgte mit Speisen und Getränke für die Versorgung aller Beteiligten an dieser Veranstaltung.

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